Wie unten schon geschrieben, will ich noch einige Neuerwerbungen vorstellen.
Ural-4320 mit einer neuen Variante des Koffers. Dieser Aufbau sieht ähnlich der bereits bekannten Ausführung als PIWE, also "Pionierinstandsetzungs- und -wartungseinrichtung" aus, hat aber kein Fenster in der Front, und das Paket auf dem Dach ist auch neu.
Ural als Tankwagen AZ 5-375. Der Tankaufbau ist neu, und damit muss ich nicht wie Andreas mir das Standard-Tankfahrzeug der NVA selbst zusammenbauen. Lange drauf gewartet, und auch aus anderem Grunde wird mir dieses Modell in bleibender Erinnerung sein: Beim Anbringen der Decals "Feuergefährlich" (sind vom TL-Bogen "Minol") rutschte ich mit dem Bastelmesser ab, jagte mir die frisch gewechselte Klinge einen Zentimeter tief in den Unterarm, öffnete mir eine Vene und verbrachte am heutigen Nachmittag noch ein wenig Zeit mit einer netten blonden Chirurgin...
AT-S-59G heißt dieses Fahrzeug. AT steht für Artilleriezugmaschine, S für "srednii" und heißt "mittel". Die AT-S-59G wurde in Gliwice/Gleiwitz gebaut, an die Sowjetunion geliefert und von da auch in die DDR exportiert. Als sie Ende der 60er ankam, war ihre Zeit als Ari-Zugmittel schon abgelaufen, und sie fand sich in Sonderverwendungen, z.B. bei Nachrichten oder beim Aufbau der Radarstationen, wieder.
Während die Flache schon eine Weile bei mir herumsteht, war die mit der hohen Plane ein Versehen am gestrigen Tage. Gekauft bei der Fa. Günsel
http://www.hobby-guensel.de/ sollte es eigentlich die AT-S-59 (ohne G) sein, die zusammen mit einer Kanone M-46 angeboten wurde. Als dann die Kiste vor mir lag, wollte ich schon tief Luft holen, war dann aber doch zufrieden. Aus der AT-S-59G wird mal der Kabelleger P-286 entstehen, da stimmt schon mal der hohe Aufbau.
Die 130-mm-Kanone M-46 kam 1966 in die Nutzung, war in den Artillerie-Abteilungen der Divisionen und der beiden Armeekorps eingesetzt und konnte 27 km weit schießen. Zugmittel waren Tatra-813, später auch 815.
Das SDV-Modell des Zugfahrzeugs wurde schon vor Jahren gebaut, die Kanone kam nun dazu. Die Marschlage dieses Modells lässt sich nicht verändern, alles festgeklebt.
Nun geht's zum Spielen in den Sandkasten, aber zuerst muss ich mich bei Georg entschuldigen: Ich hatte Dir versprochen, vor der nächsten Bestellung in der Ukraine mich zu melden. Habe ich vergessen, sorry. Wird aber dieses Jahr nochmal. Die beiden folgenden Modelle sind bei Alexandr Krasnov gekauft.
Die AT-T ist das Basisfahrzeug der Pioniertechnik. AT steht immer noch für Artilleriezugmaschine, T für "tjaschorlii" und heißt "schwer". Schöne AT-T gibt's auf der Arsen Alm.
Die BTM ist ein Grabenbagger und wurde zum Ausheben von Schützen- und Verbindungsgräben bis 1,5 m Tiefe eingesetzt. Das ist die ältere, mit Seilzug angetriebene Variante, der BTM-3 hatte dann Hydraulik.
Und das ist die Grubenaushubmaschine MDK-2M, eine Stellungsbaumaschine zum Ausheben von Gruben, Stellungen und Deckungen für die Kampftechnik.
Mehr Infos findet Ihr hier
http://www.pib-11.de/pitechnik/index.htm . Warum verlinke ich diese Seite? Damals in der Schule hatten wir, wie sich das gehörte, eine Pateneinheit der NVA. Das war das Pionierbataillon PiB-11 in Zeithain bei Riesa. Schöne Homepage haben die auch.
Während das Modell des BTM keine Spielmöglichkeiten hat, sieht das beim MDK-2M schon anders aus. Das Planierschild kann man leicht bewegen, das Schleuderwerk lässt sich in Arbeitsstellung absenken und die "Leitplanken" verstellen.
Und das ist der Bausatz einer Raupe Universal S-651 SL aus Rumänien, die es auch in die Pioniertruppen und die Baueinheiten der NVA verschlug. Das Modell gibt es u.a. bei Wendler, auf der Messe am Stand D08 bei tschechischen Freunden, andere Quellen wüsste ich auch. Wenn's mich nicht zur Chirurgin gezogen hätte, wäre das Modell schon fertig, typischer Schnellbausatz.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas