nachdem das Thema inzwischen auch in Forumsbeiträgen durchschimmert, und wenn ich nicht irre, gehts zwischen den Zeilen auch beim dem Beitrag zum Treffen in Horgenzell darum, sei mir gestattet, als Außenstehender etwas anzumerken.
Wenn ich die Idee des speed-carving richtig verstanden habe, sollen die Teilnehmer in einer bestimmten Zeit unter gleichen Voraussetzungen aus einem Stück Holz mit der Kettensäge etwas erschaffen.
Und Sieger dieses Wettbewerbs ist dann die Person, welche den höchsten Preis bei der anschließenden Versteigerung erzielt.
Neuerdings ist es wohl so, daß Bänke als Ergebnis des Speedcarving zur Versteigerung gelangen, bei denen einige Teile schon vorgefertigt waren. Diese werden dann in eine beim speed-carving gesägte Eule oder sonstwas eingeschoben und schon steht da ein prächtiges Stück zur Versteigerung, was das Volumen und den Gebrauchswert angeht.
Daß solche Sachen dann in der Regel auch höchste Preise erzielen (je länger die Sitzbank, desto besser), darf man vermuten.
Und daß wirklich gute Stücke dann bei der Versteigerung schlechter weg kommen, ist erklärbar, aber aus meiner Sicht sehr bedauerlich.
Wenn ein fairer Wettbewerb gewünscht wird, sollten alle Gegenstände, die zur Versteigerung gelangen, auch in der vorgegebenen Zeit gesägt werden, das würde ich unter Chancengleichheit verstehen.
Oder aber man definiert den Begriff neu, und dann weiß der Zuschauer wenigstens auch, woran er ist und wie ein Deutscher Meister im Speed Carving zu seiner Ehre gekommen ist.
Wünsche Euch weiterhin viele Erfolge
Und grüße freundlichst
Da auch ich unbeteiligt bin, werfe ich meine Meinung hier ein, ergänzend zu dem was Dieter im Horgenzeller Beitrag schrieb.
Für die Deutsche Meisterschaft würde ich mir auch den Modus wünschen wie Dieter ihn vorgeschlagen und wie er bei Andreas quasi getestet worden ist.
Vor allem finde ich auch dass alles was zum Endergebis gehört in der Zeit gefertigt werden sollte aus dem vorgegebenen Holz ( Stamm ).
Sonst wird vermutlich die Sache irgendwann noch weiter abdriften und es werden nicht nur Bohlen vorgeschnitten, sondern noch andere "Bauteile" vorbereitet.
Den Punkt mit Themenvorgabe finde ich gerade für die deutsche Meisterschaft intressant, weil es auch die Kreativität, Spontanität und Qualität des Gewinners fordert.
Was es auch für Leute Chancen öffnet die nicht stupide ewig lange auf ein und dieselbe Figur trainieren wollen.
Trotzdem Hochachtung vor dem was teilweise bis jetzt alles im Speedcarving geleistet wurde, nur der letzte Feinschliff würde den Regeln vielleicht noch gut tun, spätestens für die Rund 2010 !
Für dieses Jahr sollten denke ich die Qualifizierten und Sigurd als Veranstalter entscheiden nach welchem Modus es von statten geht.
Zum Grundsatz Bedenken von Dieter, darüber wird man heiss diskutieren können, jedoch ist es einfach ein sehr intressanter,Publikumswirksamer Teil vom Sägen/Schnitzen und stoppen kann man es sowieso nicht.
Ob die Szene bzw der Absatz/Ruf und Gewinn davon profitiert oder leidet durchs Speedcarving ist eben ein heisses Thema.
ich (no login) 91.7.26.23
Recht hat er
July 29 2009, 3:20 PM
Da ist bei Ernst nichts zuzufügen.Bin 100 Prozent seiner Meinung.
Also lieber " Ich ", wenn schon deine Meinung hier im Forum steht dann aber bitte mit Namen. Hintern Baum hocken und reden kann jeder.
Nun ist doch wieder mal eine gute Diskussion entstanden. Ich hoffe die bringt auch was.
Sicher, Geld in kurzer Zeit das will hier jeder. Anspruch ist mal in Frage gestellt. Die meisten Zuschauer wollen das auch. Aber ich denke als Säger kann das nicht alles sein. Was kommt nach der Bank, die im Moment aktuell ist. Schrankwand mit beschnitzten Türen? Speedcarving ist schon ne tolle Sache, aber bitte für alle gleiche Bedingungen. Gleiches Holz ( Abmessungen u.s.w. ) und vorallem alle in der Zeit hergestellt. Wo ist da die Grenze ? Zumindestens bei den Meisterschaften, egal wie sie heißen, sollte man doch ein kleines Regelwerk aufstellen. Der Sieger im Oktober kann sich doch nicht nur Deutschlands bester Eulenbanksäger nennen. So denke ich wird es werden.
Ich habe auch gar nix dagegen wenn bei einem normalen Treffen Speedcarving bis zum abwinken gemacht wird. Eulen, Bären, Adler,Bänke, das kommt super gut an. Jeder will das Geld, aber eine Meisterschaft sollt sich doch ein bisschen von den anderen Treffen abheben.
Also wir wollen die Auswertung des Speedcarvings am Bodensee in etwa so realisieren:
Am Beispiel: 10 Säger nehmen am Speedcarving teil.
Jeder Säger wertet seine Mitstreiter wie folgt:
Jeder Säger kann in unserem Fall dem Säger, dessen Figur er am Besten findet, 9 Punkte vergeben.
Jeder Säger kann in unserem Fall dem Säger, dessen Figur er am zweitBesten findet, 8 Punkte vergeben.
Jeder Säger kann in unserem Fall dem Säger, dessen Figur er am drittBesten findet, 7 Punkte vergeben.
u.s.w.
Ein Säger wertet sich selbst nicht!
Publikumswertung:
Die Figur, die bei der Versteigerung den höchsten Erlös erzielt bekommt 10 x2 (also 20) Punkte.
Die Figur, die bei der Versteigerung den zweithöchsten Erlös erzielt bekommt 9 x2 (also 18) Punkte.
Die Figur, die bei der Versteigerung den dritthöchsten Erlös erzielt bekommt 8 x2 (also 16) Punkte.
u.s.w.
An der Publikumswertung müsste man wahrscheinlich noch feilen, da diese im Moment fast kein Gewicht hat - bzw. je weniger Säger, je höher das Gewicht - je mehr Säger, desto weniger das Gewicht.
Vielleicht könnte man bei der Publikumswertung anstelle der Verdoppelung der Punkte, die halbe Anzahl der anwesenden Säger als Multiplikator nehmen also in etwa so:
Die Figur, die bei der Versteigerung den höchsten Erlös erzielt bekommt 10 x5 (also 50) Punkte.
Die Figur, die bei der Versteigerung den zweithöchsten Erlös erzielt bekommt 9 x5 (also 45) Punkte.
Die Figur, die bei der Versteigerung den dritthöchsten Erlös erzielt bekommt 8 x5 (also 40) Punkte.
Die Publikumswertung und die Sägerwertung je Säger zusammengezählt ergibt den Endpunktestand je Säger.
Der Schaffer dieses Reglements ist der Alfred und wir finden beide, dass diese Bewertung eher zum objektiven Ergebnis führt - denn wer kann etwas geschaffenes besser bewerten, als ein Erschaffer selbst?
Denkt mal darüber nach - ich kann Euch leider erst nach dem Bodenseeevent berichten, ob sich dieses System in der Praxis bewährt hat.
Viele Grüsse vom Bodensee
Uwe Renz
Anonymous (no login) 84.182.88.184
Re: Erste Kettensägenkunsttage Bodensee Speedcarving
July 29 2009, 9:25 PM
wenn sich die Säger gegeneinander bewerten können wird man sicherlich den möglichen Mitfavoriten die wenigeren Punkte geben.
Was wäre wenn das Publikum nicht nur durch Geld sondern auch durch eigene Stimmabgabe Einfluss aufs Geschehen hat....
Igor (no login) 67.159.45.24
zu "idealistisch" finde ich
July 29 2009, 10:29 PM
Klingt recht...hmm, abenteuerlich! Was macht Ihr dann nach 1,5 Std. Selbstbewertung und Punktenzählung? Versuchen das Publikum überzeugen Figuren zu kaufen?
Re: Erste Kettensägenkunsttage Bodensee Speedcarving
July 29 2009, 10:51 PM
Gude Uwe,
Sägerwertung öffnet Tür und Tor für unobjective Punktevergabe. Man gewinnt also nichts und kann es deshalb auch sein lassen.
Publikumswertung wie es "Anonymous" vorgeschlagen hat ist auch nicht praktikabel, da die lokal ansässigen Säger bevorzugt werden. Außerdem ist es recht aufwendig und oftmals bekommt nur ein Bruchteil mit das sie wählen können.
Eine Alternative wäre eine unabhängige Jury. Diese muß aber etwas von Motorsägenschnitzen verstehen sonst nützt es auch nichts.
Ein weiteres Problem ist bei deinem Ansatz auch nicht gelöst. Die Versteigerungsreinfolge. Die hinteren Plätze bekommen immer mehr als die Vorderen. Eine Verlosung der Reinfolge, wie zur Zeit üblich, dreht nur an der Glücksschraube und berücksichtigt nicht das können des Sägers.
Auch hierfür hätte ich eine Lösung, die aber wiederum mit Aufwand verbunden ist und daher wahrscheinlich unpraktisch.
Eine kleiner Vorwettkampf, meinetwegen Sackhüpfen, Eierlauf oder Bullriding. Damit wird die Erstversteigerungsreinfolge ermittelt. Danach wird die Reinfolge anhand des Versteigerungserlöses des letzten Wettkampfes ermittelt.
Auch noch nicht Astrein, aber IMO besser als die Verloserei.
... ich kann da dem Igor nur Recht geben ! Wie wollt Ihr das zeitlich auf die Reihe bringen ? Pro Speedcarving sind mit Vorbereitung und Versteigerung meist schon fast 3 h weg ... kommt nun noch eine Punktewertung (die unter Umständen eh nicht realistisch wird da auf Grund der "Meisterschaft" die Objektivität evtl. fehlt) hinzu, ist wahrscheinlich der halbe Tag weg ==> das geht garnicht !
Bedenken solltet Ihr auch, daß es sicherlich keinen Sinn macht, beim letzten der "Vorläufe" auf einmal neue Regeln oder wenn Ihr so wollt, eine neue Verfahrensweise, einzuführen. Das macht keinen Sinn.
Das Ganze ist doch eigentlich schon gelaufen. Ich würde an Deiner Stelle nichts Neues einführen ... zumindest nicht in diesem Jahr. Wenn es denn auch 2010 eine DSCM geben sollte ist es vieleicht sinnvoll bereits vor dem ersten QualiAusscheid eine mit den anderen Events abgestimmte Verfahrensweise zu nehmen.
Zusätzlich mußt Du auch sehen, daß es Euer erstes Event ist ... macht das ganze so, daß es für die Besucher interessant ist ... Sägen Versteigern Fertig.
Nur mit einem gut organisierten Ablauf ohne lange Bewertungs- und Auswertungszeiten bleibt es für die Besucher interessant und NUR dann legt Ihr einen guten Grundstein für ein Event im nächsten Jahr... wenn es denn eine Fortsetzung geben soll ...
Nach welchen Kriterien sollen denn die Säger gegenseitig eine Speedcarving Skulptur bewerten ? Fehlschnitte - Freistellungen - Sauberkeit der Figur - künstlerischer Anspruch (können wahrscheinlich eh die wenigsten beurteilen) oder aber realistische Darstellung ????
Es sind nur 45 min Zeit ... solche Bewertungen funktionieren teilweise selbst bei Haupskulpturen nur sehr schwer, wie soll das dann beim Speedcarving gehen ????
meine Meinung: laß bei Deinem Event die Regeln so wie bei den bereits erfolgten Ausscheidungs-Events ... dann haben sich zumindest alle die nach Fischbach fahren auf der selben Grundlage qualifiziert (anders geht eigentlich nicht) ... und Sigurd MUSS ( ... und das hat er wohl auch schon ... ) sich etwas einfallen lassen damit nicht der schnellste "Eulensäger" Deutschlands Deutscher Meister wird, denn dann wäre derjenige nur "Eulensägemeister" ....
Da ich mir in Mulda meine ersten Sporen verdient habe denke ich etwas dazu beitragen zu können
1. Der Grundgedanke ist und war in kurzer Zeit ein Figur abzuliefern die den höchsten Erlös erzielt das sollte auf jeden Fall so beibehalten werden
2. Für eine Deutsche Meisterschaft sollte das Holz ausgesucht sein und den
Sägern in möglichst gleicher Qualität und Abmessung zur Verfügung stehen
3. Das Thema sollte wie auch schon bei Andreas vorgegeben werden
aber jedes nur ein mal
Das bedeutet wenn die Eule gesägt wurde, dann ist die beim nächsten Wettkampf raus
auch nicht im Zusammenhang mit einer anderen Figur z.B. Bär oder Adler(Bänke)
das würde also auch bedeuten nur max eine Bank
4. Um den Internen Kampf zu verbessern schlage ich vor ein Vergleich nach Plätzen pro Wettkampf denn ich finde es Schade das eine Figur die an einem Tag
besonders gut lief alle anderen Wettkämpfe in den Schatten stellt.
5. Weiter sollte bei einer Deutschen Meisterschaft auf jedenfall ein Thema dabei sein was die Säger erst am morgen des Wettkampftages erfahren
Das Thema sollte aber nicht auf eine Skulptur abzielen sondern einen Bereich abdecken (z.B. Pflanzen)
auf jeden Fall sollte nicht möglich sein Adler, Eule oder Bär zu sägen.
6. Sollte ein Thema dabei sein wo nicht nur Außenkonturen gefragt sind denn da habe ich leider
in Mulda das größte Lehrgeld gezahlt meine Wildsau die ich in einer Stunde gesägt habe hat eben dann bei der Versteigerung gegen Eule und Adler abgekakt
da hat mir auch nicht geholfen das mir andere Säger bestätigt haben das die Sau das anspruchvollste war denn am ende hat der Erlös gezählt.
Ich säge zwar erst seit 1 1/2 Jahren aber ich denke doch dass ich euch meine
Vorschläge mitteilen kann
Bis Vielleicht
Der Erzgebirgische Holzwurm
www.erz-holzwurm.de
Gedankensantoss (no login) 149.216.89.154
Titel
July 30 2009, 11:05 AM
Eine Gefahr besteht , auch wenn ich diese bei den momentan qualifizierten sicher nicht sehe, aber wer weiss wer nächstes Jahr alles kommt.
Wenn der Deutesche Meistertitel nur vom Versteigerungerlös abhängig ist, könnte jemand sich diesen für geschätzte 500 - 800 Euro auch erschummeln.
Unehrenhaft , aber möglich........
Das ist nur quasi den "Worst-Case" mal zur Sprache gebracht, das spricht wieder eher für ein Punktesystem.
Sigurd (no login) 87.177.111.37
Re: Chanchengleichheit beim Speed-Carving??
July 30 2009, 5:21 PM
Hallo Herr oder Frau "Gedankensantoss" du hast mit Sicherheit Recht ,lass soetwas aber in der Sägeszene herauskommen,glaube mir derjenige setzt keinen Fuß mehr auf ein Sägetreffen.
Punktesystem unter den Sägern wird nicht Funktionieren.
Ein Beispiel: Shapoor liegt vor dem letzten Speed vorne,glaubst du einer der hinter im Platzierten gibt ihm Punkte im letzen Speedcarving???????
Ich denke der Urgedanke im Speedcarving um einen Sieger zu ermitteln ist der Verkaufserlös,dass alle Säger FAIR damit umgehen ist selbstverständlich.
Gruß Sigurd
(no login) 84.158.67.17
Richtig....
July 30 2009, 8:07 PM
..... Speedcarving mit Regeln ist wie wenn man bei einem Gangbang ein gewisses maß an Zärtlichkeit verlangt. Das wird nicht funktionieren.
Verzeit den Vergleich aber ein Besserer fällt mit gerade nicht dazu ein.
ich will ja eigentlich nicht wirklich mit diskutieren, weil gerade diese vielen ungerechten oder ungeklärten Punkte für mich zeigen dass Speedcarving zu viele Fragen aufwirft.
Kurzes Resume für mich: Speed ist und bleibt nur Speed im ursprünnglichen Sinne, d.h. ohne viel Regeln und so wie z.B. Shappor es beschreibt.
Alles andere muß dann unter Carving Künstler, Kettensägenmeister oder wie auch immer gekürt werden.
Also auf die Treffen bezogen auf die Hauptfiguren konzentriert gesehen werden.
Speed bleibt Speed mit Verkaufserls, einzig Thema und Holzvorgabe macht in dem Falle Sinn würde ich Sagen.
Was dann aber fehlt wäare z.B. DER DEUTSCHE Kettensägenmeister ( Bezeichnung nebensächlich ) in der Disziplin wie beispelsweise in Mulda die Hauptfiguren bewertet werden, auch eine Meisterschaft ausgetragen wird in der Leute wie Jörg, Igor ect. ihre Kreativität und Ihre Qualität präsentieren können.
Regeln dafür zu finden wird allerdings auch wieder in endlose Diskussionen führen.
Derweil werd ich einfach das Schnitzen geniesen, mich ärgern dass ich hier nicht weg kann um Euch zu treffen und allen Hochachtung zu schenken die, ob Speed oder nicht, der Kettensägenschnitzerei neue Ideen und neue Höchstleistungne vollbringen.
Current Topic - Chanchengleichheit beim Speed-Carving??