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Isaac was..

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...und wieso Du es dann doch, bis jetzt, leider, noch nicht gelesen hast ?
Entweder ich war zu feige, um's Dir zu geben, oder Du hast nie genug deutlich Interesse daran bekundet, ja gesagt.
All dies hier Beschriebene erhebt nie und nimmer einen Anspruch auf Vollständigkeit oder so.
Sondern: Was kein Auge hat gesehen, und kein 0hr gehört, und in keines Menschen Herz gekommen, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben...
In Tat & Wahrheit sind die Dinge ja immer viel viel komplexer, verworrener, verflochtener, schwieriger usw. usf.
Obwohl der Schaden unheilbar ist, darf ich doch sagen: ich möcht nichts missen (von dem, was hier erwähnt wird; ...und ausser den traurigen Stunden der Zukunft) !
Bei dem Beschriebenen fiel mir auf, das der "Geisteszustand" oft zu wenig erklärt ist (sorry about that, I just try...).
Hier rechtfertige ich niemanden (das müsst der/die selbst tun).
Aber so stellte es sich mir dar.
Jetzt began's: zuerst nur tief unter einer Oberfläche von Angst und Schmerz; es strebte allgemein aufwärts (nach oben eben).
Bei der "Baumer electric" merkte man's bald. Ich wurde (noch kurz vor der Kündigung auf Ende Oktober 1985) zum Meister der Abteilung für die Kleinserien-Poduktion befördert.
Dem Beispiel eines meiner Brüder folgend, besuchte ich den Vorbereitungskurs für die Aufnahmeprüfung der HTL (während dem kamen die ein zwei letzten Rückfälle).
Gesunden ist oft problematisch (denn auch die Probleme erstarken..) !
Was ist der eigentliche Grund für die Droge (denn den findest du jetzt neu) ? Unzufriedenheit; tiefe, tiefe Einsamkeit.
Ein etwas, das irgendwie noch fehlt...
Wieso haben wir uns die Welt soooo einsam gemacht (für viele darauf) ?
Die Einsamkeit spürte ich schon hier schmerzhaft (und später sollt ich merken, wie sehr stark die Langzeitwirkungen vom Gift sind; als sie dann allmählich abklangen).
Die Rahel lernte ich jetzt, von einer anderen Seite, neu kennen.
Sie besuchte einstmals die 2 Jahre jüngere Schulklasse und war damals noch ganz o.k. (später blieb sie nicht so einfach; eine zeitlang vielleicht für niemanden mehr; noch später erst erfuhr ich, dass da jemand war, ein guter Freund von mir, der sich dies zugetraut hätt...).
Mit einer uralten Vespa, mit der ich übrigens vor der Haustür meines jetzigen, für mich (Du wirst dann schon sehen warum) sehr wichtigen Hausarztes ohne Helm die erste Narbe am Kopf ergatterte, düsten wir nach unsrer Töfflizeit schon ab & zu rum.
Die zweite Narbe (über dem andern Auge) drängte sich anlässlich eines Autounfalls, bei dem sie Beifahrer war, auf (ca. 1980; also noch 5 Jahre früher).
Wir waren beide zum Glück nicht angegurtet.
Niemand weiss, wieso der VW Derby am hellichten Tag auf gerader Strecke (Autobahn) mit 130 km/h ins Schleudern kam (er überschlug sich anschliessend... das Dach wurde eingedrückt... Totalschaden). Niemand weiss, wieso sich die Türen damals öffneten und wir beide rausfielen (wobei ich weit weg in ein benachbartes Maisfeld flog und erst von einem Heikopter überhaupt gefunden wurde;
...nachdem sie als erstes, auf dem Asphalt liegend, gefragt habe: "Wo ist der Vespafahrer ?").
Niemand sonst war beteiligt. Der hinter uns herfahrende Zeuge sah keinen Grund (weder wir noch sonst wer trug bleibenden Schaden davon).
Wir können uns beide an nichts mehr erinnern.
Wieder später erzählte mein (als erster im Spital anwesender) nächstälterer Bruder (der mir stets sehr wichtig war/ist), ich hätt ihm was von Lichtern, die immer näher gekommen seien, vorgequasselt.
Sie mochte mich wohl schon länger sehr (oder, unlieb geunkelt, nur ein Trugbild von mir ?).
Heiraten sollt ich sie.
Und ich war noch zu unerfahren, zu frisch aufgewacht;
...ich liess mich von diesen Umständen übertölpeln !
In vielfacher Weise warnte uns Gott ! Es kam ein sehr, sehr unglückliches, schwieriges und schmerzvolles "Ausschlagen gegen den Stachel". Wir murksten weiter.
(Du glaubst es vielleicht nicht: Nie küssten, umarmten wir uns oder so; sie hätt das eventuell gewünscht; aber mir fehlte jede Lust dazu; ..und woran hat damals Abimelech die Rebekah als Isaacs Frau erkannt ?).
Die Liebe eines Mannes zu seiner Frau aber tät sagen:
Was ist kostbarer für ihn als sie ?
(Ohne hangelt er sich möglichst schnell durch die Tage...und am Abend findet er nichts; und wie mächtig ist eine anmutige Frau ..).
Auch ihre Glückseligkeit hielt dann nicht hin.
Bald hiess es: "Ich muss ja jetzt niemandem mehr gefallen".
Sie fand z.B. (im Gegensatz zu mir) nicht, dass wir die sein sollten, die unter der Bettdecke zusammen tuscheln sollten.
Im Mai 85, kams zu dieser qualvollen Heirat (schlicht schrecklich; und alle, die uns besser kannten, merkten das; für mich war damals eben eh das ganze Umfeld noch "schrecklich").
Unsre Wohnung an der Blumenaustrasse war so blumig nicht. Ich will nie in einen ruhigen, braven Block ziehen (obwohl das sicher schön sein kann). Ich bin kein "normaler" Mensch. Nein, denn ich will auch keiner sein (du sagst: der meint, er sei was bessres). Bis jetzt ist mir verborgen, was die Menschen veranlasst, ein "schönes" Auto zu kaufen, eine Krawatte zu tragen, "normale" Schuhe zu benutzen (also weder Turn- noch Wanderschuhe, noch Sandalen noch gar keine).
Wo (in welchem "Kulturkreis") denn schön, normal ?
Fehlt mir der Platz auf Erden (sozusagen: der sollt doch eh schon nicht mehr da sein...) ?
(Und es sind Dinge da, denen der Platz scheinbar fehlt).
Im November 85 began, da die Bedingungen für eine Aufnahme erfüllt waren, die HTL.
Zuhause war "die Kacke am dampfen".
Oft wenn ich dort sein musste: ein riesen Gezetter, Geschubse usw ... unmöglich.
Hausaufgaben wurden im Freien, in der Schule, in Wartsälen, auf dem Flughafen erledigt.
Die Eltern unterstützten uns finanziell. Aber während den Ferien verdiente ich mit Arbeit an diversen Orten möglichst viel Geld (eine zeitlang mit Löten von Heimarbeit für die Baumer electric).
Im Inneren ticken bei uns ja gewisse Ührchen. Und meine "Schulzeit" war eben ausgeläutet. Von den Eltern gesponsert grossteils unnötiges und veraltetes Zeug paucken, während die Frau zu Hause deplazierter sich nicht fühlen konnt, uiuiuiui...
Am Abend reparierte ich zeitweise zusätzlich "Gasotrans"-Messgeräte.
Das Abendtech lockte, aber es hätt noch länger (viereinhalb Jahre) gedauert. Und man brauchte mich eh zu überreden für diese nachträgliche Ausbildung (ein herzliches Danke an alle jene !!).
Essen mocht ich nur noch unter freiem Himmel, in einem Park; oder irgendwo in einem geheizten Treppenhaus, Kaufhaus, Wartsal...
(später dann ertrug ich nur noch eine ca. anderthalb Franken teure Kokosnuss pro Tag; dabei ist das falsch; denn wir sollen es endlich nehmen, fressen, glauben, verdauen).
Die HTL dauerte (damals noch) 3 Jahre. Die durchlief ich im Alleingang (so stands in der Diplomzeitung). Am Schluss wurde für die praktische Abschlussprüfung die ganze Klasse in Zweiergruppen aufgeteilt. Einer blieb übrig. Den Ehrenplatz belegte ich.
Verschiedene Firmen schrieben an einem riesigen Anschlagbrett in der Schule diverse Stellen aus. Zum Glück sah ich diejenige, die (auch heut noch) die richtige (soviel ich weiss) ist.
Ob's besser gewesen wär, sich der praktischen Diplomarbeit zu widmen (die ja keinen Lohn abwarf); wahrscheinlich vielleicht schon...
Die von der Baumer electric hatten mich scheinbar in guter Errinnerung; ich kriegte die Stelle (in der Entwicklung optischer Sensoren) und fing sofort an. Das Diplom wollt ich nebenher noch (fertig) machen. Die praktische Arbeit (sie zählte dreifach) stellte ich dann aber zu wenig sorgfältig, ausführlich usw vor. Es gab eine Zwei. Die theoretischen Abschlussprüfungen erfolgten mündlich, vermochten aber die Note (knapp) nicht genug zu heben.
Die SteIle blieb mir aber. Und das Gelernte (und das brauchts heute tatsächlich; wenigstens einen Teil davon).
Ich "schaffe" hier sehr gerne. Gott sei Dank dafür (und das ist überaus wichtig !).
All meine Schulden bei Bank und Eltern waren im Nu zurückbezahlt (klar spielt das keine Rolle, aber..).
Es braucht etwas, nach dem man sich in Sehnsucht dauernd (erfolglos ?) ausstrecken kann.
Ohne Spannung fliesst kein Strom. Und ohne Widerstand gibt's keine Spannung.
Ihr.. äh.. wir wissen ja:
Die Liebe ist langmütig, ist gütig;
sie neidet nicht, sie tut nicht gross;
sie bläht sich nicht auf, sie benimmt sich nicht unanständig,
sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern,
sie rechnet Böses nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit;
sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.
Die Liebe vergeht niemals !
sondern: Jetzt kommt's !!...




Posted on Feb 7, 1999, 12:47 PM

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