Es ist permanent etwas zu kalt hier. Etwas zu einsam. Etwas zu... Und dies macht eben die Bühne frei für solche (du willst mich beleidigen) wie diesen hier.
Wie viele, wie schwierige Menschen begegnen uns doch. Am schwierigsten können jene sein, die selber nicht überlegen (niemand hat gesagt, die seien dann auch schlechter..). Sie klagen (ohne es selbst so zu empfinden) hinterhältig, frech & "gemein" solche an, die ihnen einmal "etwas sagten"; ... sobald dies sich dann nachher irgendwann nicht als die absolute "eierlegende Woll-Milch-Sau" entpuppt (glücklicherweise liegt's ja nicht so sehr in unsrer Hand; so werden's nur deshalb nicht alle schlechter haben).
Warum nur muss es stets so sehr besitz- und ichbezogen sein, das Leben. Meine Frau, mein Haus... (wer dies sagt, hat damit ja schon bezeugt, froh zu sein, dass es der andere eben nicht hat; ..und vielleicht ist dies beinah grösste Freude an seinem Besitz..?). Aber es geht wirklich gar nicht anders.
Wir mögen einst an der Börse die grössten Gewinne erzielt haben..; Gott gibt uns doch alles gratis (und nehmen können wir deshalb auch nicht mehr). Und auch werden wir wohl deswegen kaum mehr oder weniger Ungemach erleiden (waren es nicht die guten Zeiten, die uns so unvorbereitet in die schwierigeren schickten?).
Und wie lang können wir uns doch unter irgend ein Gesetzchen qualvoll unterordnen, unnötig und nutzlos.. (aber es muss ja auch stets genug zu tun geben).
Und um uns "frei zu halten" für Gott (und anderes..) müssen wir uns vielleicht auch irgendwo gegenseitig immer anscheissen. Ich sterbe jeden Tag dutzende Male in meinem Stolz und dergleichen. Dabei haben dann, vom Nachhinein her betrachtet, erst noch jene peinlicherweise meist recht gehabt, die mich in Frage stellten, zurechtwiesen, verurteilten (ich kann's nie lernen). Denn ist so etwas in uns, das will nie brav sein. Es will das Schwert verschlucken, in die Kurve liegen,... auf den Knochen beissen. Da ist so etwas Selbstzerstörerisches im Menschen.. (einer muss es ja tun). Das schlimmste daran, wenn man übel behandelt wird (oder einen Fehler gemacht hat), ist doch oft die Blamage vor den Beistehenden. Wir müssen vielfach einen anderen (vielleicht sogar als Vorgesetzten) völlig akzeptieren, der auf einer ganz anderen Wellenlänge surft. Meine Stimmungen innerhalb eines normalen Arbeitstages reichen von dem Willen zu kündigen bis zu triumphierender Freude über "unlösbare" Probleme (sobald da eine Methode ist, etwas ein klein wenig besser zu tun, kann ich's keinen Moment länger mehr nur wie vorhin tun).
Und am Abend komm ich nach Haus und muss mir zuerst mal den zu grossen Hunger mit einem Tabakpfeiffchen vergellen. Dann zieh ich einsam stets die gleichen Runden (es ist ein Schauspiel für die ganze Stadt). Falls der Mut grad mal wieder gross genug ist, sitz ich noch in einen Spunten, in den ich eigentlich gar nicht gehen will (dort, wo ich hingehen wollte, trau ich mich ja nicht) und trink (oft als einziger) ein Gläschen Weisswein. Sollt's aber tatsächlich so weit kommen... Ja! Dann ist danach... Doch! ... s'hat also schon seine Berechtigung.. (das alte: "Trinke nicht länger nur Wasser, sondern gebrauche etwas Wein, um deiner vielen Beschwerden willen..." das Paulus an den Timotheus schrieb...; und wär er verboten, der gute alte Wein, so gäb man auf dem sicher sofort entstehenden Schwarzmarkt vielleicht so einiges dafür..; nur die an Hepathitis kranke Leber wird's vielleicht nicht so geniessen).
Ein komisches Gefühl, den Virus in sich zu tragen, der jeden Tag so fiele Leute darniederstreckt (vielleicht hab ich ja auch nur eine korrupte Version davon). Das ist bestimmt nur, weil ich so überaus brav bin...; und da wären noch diese Geheimtips: niemals husten, wenn's Dich reizt; oder hinaufschneuzen, nur weil die Nase läuft. Niemals kratzen, wo's beisst (denn wer stirbt, fällt auf; und wie lang wir leben hängt teilweise auch ab davon, was wir in uns aufnehmen).
Ja ich bin in meinem natürlichen "Fleisch" (...gibt es gar ein anderes?) absolut "aussätzig". Bei genug genauem Betrachten wirst Du nichts wirklich göttlich Gutes finden.. (ausser dass des Glaubens vielleicht;.. wenn Du weisst, was es ist). Trotzdem darf ich noch stets wieder neu zu dem einzig wirklich Guten zurück (und werde da hoffentlich sogar Verständniss finden; so wie auch von Dir und euch).
Und als er mit ihnen versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheissung des Vaters zu warten - die ihr (sagte er) von mir gehört hab; denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach diesen wenigen Tagen.
Sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her? Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat. Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde. Und als er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Blicken emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.
(Apostelgeschichte Kapitel 1 Vers 4 bis 9)